LG Köln: Verdachtsberichterstattung über Christoph Metzelder

Unzulässige Berichterstattung gegen Christoph Metzelder

Gerügte Berichterstattung: Der Axel-Springer-Verlang berichtete in einer identifizierenden Weise über das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Fußballprofi Christoph Metzelder. Die BILD Zeitung berichtete in den Ausgaben vom 04.09. und 05.09.2019, sowie auf bild.de.

Dies wurde im Wege eines einstweiligen Beschlusses vom 18.09.2019 nunmehr durch das Landgericht Köln untersagt.

Persönlichkeitsverletzung

Das Landgericht befand die Verdachtsberichterstattung, welche mangels notwendiger Beweistatsachen die Richtigkeit eines Verdachts nicht bestätigen konnte, für eine vorverurteilende Persönlichkeitsrechtsverletzung. Dem Grundsatz der Unschuldsvermutung wird aufgrund solcher identifizierbaren Berichte widersprochen.

Fazit

Zwar wurde im Eilverfahren eine Erstattung mit mangelnden Beweistatsachen unterbunden. Die tatsächlichen Wirkungen und Folgen der bereits erfolgten Berichte bleiben jedoch bestehen. Es bleibt daher fraglich, ob der Beschluss künftig ein ähnliches Verhalten der Medien unterbinden kann. Der Preis aufgrund mangelnder Sensationsbeiträge über Personen des öffentlichen Lebens Leser zu verlieren könnte zu hoch sein.

Haben Sie auch mit einer Persönlichkeitsrechtverletzung zu kämpfen? Wenden Sie sich gerne auch in sonstigen Fällen des Medien- und Presserechtes an die erfahrenen Rechtsanwälte der ITB-Rechtsanwaltsgesellschaft.

Erstellt: 19. November 2019